2 Gedanken zu „Prototyp zu Swarm Intelligence Paper

  1. Sandra sagt:

    Zusammenfassung:
    Schwarm Intelligence nutzt Ableitungen aus Schwarmverhalten von Tieren, um künstliche Intelligenzen zu modellieren.
    Diese AIs sollen anhand lokaler Informationen miteinander kooperieren und Entscheidungen treffen, um komplexe Aufgaben zu
    bewältigen.
    Als Grundlage dient bspw. das Verhalten von Ameisen und Bienen bei der Nahrungssuche. Ameisen hinterlassen Pheromonspuren, um
    ihre Artgenossen zu Futterstellen zu leiten. Je mehr und je öfter ein Pfad genutzt wird, desto stärker wird die Spur.
    Laufen kaum oder keine Ameisen mehr über einen Pfad, verblasst die Spur und gerät aus dem kollektiven Blickfeld.
    Bienen gehen etwas anders vor. Haben sie eine Futterstelle gefunden, fliegen sie zurück zu ihrem Stock und übermitteln den
    restlichen Ameisen durch einen Tanz, wo sie die Nahrungsquelle finden.
    Ein weiterer Aspekt sind die Kriterien, die jedes Individuum einhalten muss, damit sich der Schwarm ohne Kollisionen
    fortbewegen kann, z. Bsp. die Geschwindigkeitsangleichung oder die Schwarmzentrierung. Gerade bei Vogel- oder Fischschwärmen
    spielt dies eine große Rolle.
    Zwei der bekanntesten Algorithmen aus dem Bereich Swarm Intelligence sind ACO und PSO.
    ACO basiert auf der indirekten Kommunikation der Ameisen und PSO auf dem Schwarmverhalten von Vögeln. Beide Algorithmen
    sind für dynamische Optimierung einsetzbar. Wobei die Einsatzbereiche von ACO weitaus vielfältiger sind.

    Positiv:
    Sprachlich finde ich das Paper sehr gut. Es lässt sich sehr angenehm lesen und bringt gut den Inhalt gut rüber.
    Ein paar kleinere Anmerkungen:
    Die letzten beiden Sätze des Abstracts beginnen jeweils mit „anschließend“. Eines der beiden würde ich durch ein
    Synonym ersetzen.
    Im ersten Satz Teil 1.1 sprichst du von „kollektiven Tieren“. Da sich das kollektiv auf ihre Lebensweise bezieht, würde ich
    eher „kollektiv lebenden Tieren“ sprechen.
    Ansonsten kleiner Fehler, wie ein einzelne Buchstaben vergessen. Einfach noch mal gezielt nach sowas suchen.

    Sehr gut und verständlich fand ich die Beschreibung des ACO Frameworks.

    Außerdem ist sehr ausgewogen, was die Beschreibung der notwendigen biologischen Grundlagen und den Algorithmen anbelangt.
    Ich wünschte ich hätte das so hinbekommen…

    Im Teil 1.1 Anwendungen steht ein ToDo weitere Anwendungen. Ich würde sagen nein. Es sind sehr viele aufgezeigt, um sich ein Bild machen zu können.

    Negativ:
    Der erste Satz vom Abstract ist irgendwie nicht aussagekräftig: „ein Lösungsansatz um Probleme zu lösen“. Das ist viel zu
    allgemein. Jeder Lösungsansatz ist dazu da Probleme zu lösen. Entweder präzisieren auf etwas in der Art „…Probleme mit Hilfe
    von Schwarmverhalten zu lösen.“ oder einfach streichen und durch 1. Satz aus Einleitung ersetzen.

    Die Einführung würde ich nicht in dem Maß untergliedern. Setzte die Biologischen Grundlagen als eigenen Punkt,
    da du in diesem ja wiederrum eine Untergliederung vornimmst und es generell ein sehr langes Kapitel ist.

    Im Abschnitt 1.2 sind die Überschriften „Indirekte Kommunikation“ und „Direkte Kommunikation“ vertauscht.
    Bei Indirekter Kommunikation beschreibst du Bienen, die Nahrung suchen, mit der Info zum Bienenstock fliegen und den
    anderen vortanzen, wo sie die Nahrung finden. Das klingt defintiv direkte Kommunikation. Im Text selbst benutzt du direkt und
    indirekt auch richtig.

    In deiner Diskussion zu ACO schreibst du, dass ACO anfangs schlechter abschnitt als die state-of-art-Algorithmen. Ich hatte
    irgendwie ein bisschen Probleme mir unter dem Begriff „state-of-art-Algorithmen“ etwas vorzustellen. Vielleicht liegt es aber
    auch daran, dass ich mich in dem Themenbereich so gar nicht auskenne und auch wenig Erfahrung in der Informatik habe.

    Ich weiß nicht, ob ich es überlesen habe. Aber du solltest dich im Text auf deine Abbildung beziehen. So etwas wie, „… dies
    wird in Abbildung 1 veranschaulicht.“

    Es fehlen noch Abschnitte.

    Alles in allem ein major revision, da noch Abschnitte fehlen. Ansonsten wäre es eher minor revision 🙂

  2. Katrin sagt:

    Review

    Die Schwarzintelligenz ist ein Teilgebiet der künstlichen Intelligenz, die das kollektive Verhalten von sozialen Tieren studiert und daraus Ansätze zur Lösung vor allem von diskreten und kontinuierlichen Optimierungsproblemen ableitet. Die biologischen Grundlagen liefern dabei verschiedene Kommunikationsmodi von sozialen Tieren sowie Exploration und Exploitation.
    Ein sehr bekannter Schwarm Intelligenz-Algorithmus ist der Ant Colony Optimization-Algorithmus, der auf verschiedene Optimierungsprobleme angewendet werden kann.

    Das Paper gibt einen sehr guten Einstieg in das Thema der Schwarmintelligenz. Die noch offenen Punkte am Ende des Papers lassen vermuten, dass dieser Einstieg noch mehr abgerundet werden wird.

    Hinsichtlich der Balance hat das Paper noch Verbesserungsbedarf. Die biologischen Grundlagen stehen allein durch ihren Umfang bisher im Mittelpunkt des Themas und drängen die informatorischen Aspekte, die eigentlich zentral sein sollten, eher an den Rand. Dieser Abschnitt muss gekürzt werden.

    Sprachlich ist noch mehr auf Sorgfalt zu achten. Hier kann es nicht schaden, eine dritte Person Korrektur lesen zu lassen. Vor allem sollte hier darauf geachtet werden, dass Nomen im Plural auch die dazugehörigen Verbformen zugeordnet werden (z.B. „Weitere Anwendungsgebiete ist die …“, Seite 2 ganz oben). Weiterhin sollten umgangssprachliche Formulierung („um die 5%“) vermieden werden.

    Weiterhin ist darüber nachzudenken, den Begriff „Swarm Intelligence“ einzudeutschen und als „Schwarzintelligenz“ zu benutzen.

    Mit ein wenig Arbeit wird das ein sehr gutes Paper.

    [major revision]

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