Recap Sitzung 6 – Revisionstechniken und Hilfe bei Schreibblockaden

writer's block

Unsere Sitzung gestern hatte das Thema „Revision techniques and what to do against writer’s block“.

Der Einstieg war wie immer ein Schreibprompt, gestern lautete dieser: „Dinge, die ich tun möchte, bevor ich alt bin.“ Einige hatten nach dem Schreiben den Gedanken, dass man viele Dinge auch noch tun kann, wenn man auch schon alt ist und vielleicht trotzdem nicht so viele Dinge auf das ominöse „Später“  verschieben sollte.

Im Hauptteil des Seminars haben wir aus  den Zobel-Kapiteln 3 und 13 zusammengetragen, was das Überarbeiten eines Textes überhaupt bedeutet. Dabei haben wir noch einmal betont, dass es einen Unterschied zwischen Revision und Korrekturlesen (Proofreading) gibt. Revision, also die inhaltiche Überarbeitung und eventuelle Neustrukturierung des Textes ist ein immer wiederkehrender Arbeitsschritt, der unbedingt zum Schreibprozess dazugehört. Proofreading ist eher als letzte Tätigkeit vor Abgabe des Textes zu sehen.

In meinen Folien hab ich die Thematik noch einmal zusammengefasst und ich habe euch noch ein paar Werkzeuge und Methoden vorgestellt, die den Umgang mit Schreibblockaden betreffen. Eines dieser Werkzeuge ist „Freewriting“, was seinen Ursprung im kreativen Schreiben hat. Mit Freewriting schreibt man sich im wahrsten Sinne des Wortes frei. In einer bestimmten Zeitspanne schreibt man alles auf, was einem zu einem Thema oder einem Stichwort einfällt. Alles ist erlaubt, falsche Wörter, unvollständige Sätze, vermurkste Grammatik. Hauptsache man schreibt und bringt den Kopf in den Schreibmodus. Irgendwann werden aus den falschen Dingen in den falschen Wörtern die richtigen Dinge in den richtigen Wörtern. Hier sind noch ein paar mehr Tips zum Umgang mit Schreibblockaden.

Wir haben Freewriting selbst in einer Übung ausprobiert und zum Thema „The Internet“ geschrieben. Meinen Freewriting-Text findet ihr als Beispiel hier.

Das hier ist übrigens die Infographik zum Internet in 2016, die ich erwähnt hatte:

2016 - what happens in an internet minute

(Quelle: http://www.visualcapitalist.com/what-happens-internet-minute-2016/)

Ich hatte noch von einer Studie erzählt, in der Wissenschaftler untersucht haben, welchen Einfluss das Schreiben mit der Hand auf die Lernleistung haben kann: The Pen is Mightier than the Keyboard.

Hausaufgaben

  1.  Lest das Kapitel 4 aus Zobels „Writing for Computer Science“ zum Thema „Hypotheses, Questions, and Evidence“ zur Vorbereitung auf die nächste Sitzung.
  2. Schreibt zu Eurem Student Project Thema einen Abstract. Dies muss noch nicht der Abstract sein, der später wirklich in Eurem Paper enthalten ist. Vielmehr geht es darum, einen schriftlichen Einstieg in Euer Thema zu wagen und Euch selbst einen Überblick zu verschaffen. Schreibt eine erste Version dieses Abstracts und lasst diesen dann einen Tag  (oder mehr) liegen. Überarbeitet den Abstract mit Hilfe der Revisionstechniken, die ihr in der letzten Sitzung kennengelernt habt. Den überarbeiteten Abstract veröffentlicht ihr dann in Eurem Blog.Eventuell hilft es euch, zunächst mit Freewriting zu beginnen und diesen Text dann nach und nach in einen kohärenten Abstract zu formen.

 

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