Wo komm ich her und wo gehe ich hin, wer sagt mir, was ich war und wirklich bin….

Mit CV habe ich damals angefangen, weil ein Jahr zuvor mein Cousin begonnen hatte dieses Fach zu studieren. Und weil mein Exfreund auch in Magdeburg studierte. Ich wusste nicht wohin und in Magdeburg kannte ich wenigstens zwei Menschen. Und weil ich beim Biologiestudium zuerst nicht genommen wurde.

Ich bin eigentlich ein sehr kreativer Mensch und habe ein starkes Interesse an der Tierwelt. Biologie war zu dem Zeitpunkt meine einzige Möglichkeit später mal eine Arbeit zu finden die in diese Richtung geht. Aufgrund meiner Tierhaarallergie kamen Berufe wie Tierpfleger, Veterinär etc. nicht in Betracht. Und Kunst….jeder sagte mir ich solle Kunst oder Design studieren. Aber mal ganz ehrlich wie viel Kunst steckt wirklich in einem Kunststudium? Außerdem sollte eine Ausbildung auch eine gute Grundlage für einen Job sein….Architektur war zu dem Zeitpunkt auch noch überlaufen und das Jobangebot rar. Also warum nicht was neues ausprobieren?

Deshalb folgte ich zwei meiner Liebesten nach Magdeburg. Und das obwohl ich vorher gesagt habe ich möchte etwas mit wenig Mathe studieren. Nicht weil ich es nicht konnte, sondern weil es nicht wirklich greifbar ist.  Im CV-Studium wurde mir nach drei Semestern eines klar: Nicht Mathe ist mein Problem. Ich kann und sollte nicht programmieren! Jeder andere bekommt das besser hin. Aber trotzdem entwickelte ich reges Interesse an der Usability und Gestaltung einer Software. Nachdem ich den Bachelor abgeschlossen hatte wusste ich nicht wohin als nächstes. Während meiner Arbeit als Skilehrer im Zillertal habe ich mich nach weiteren Studiengängen wo ich weniger programmieren muss, und mehr den „User“ in Vordergrund stellen kann.  Ich hab mich dann wieder für Magdeburg entschieden. Nicht nur des Studiums wegen sondern auch wegen meines Freundeskreises, der noch zum Großteil hier war. In der Produktentwicklung steht der Mensch und seine Beziehung zum Produktes im Vordergrund.

Aber ich bin mir nicht sicher ob meiner Erwartungen erfüllt wurden. Ich habe sehr viel wichtige Dinge dazugelernt – Ergonomie, Recherchen, Design…aber ich habe gehofft mit dem Studium würde ich auch herausfinden was danach kommt. Was ich danach machen möchte. Am liebsten würde ich gerne meine Leidenschaft zur Tierwelt wieder aufnehmen. Zum Beispiel die artgerechte Gestaltung von Gehegen in Tierpark. Würde zumindest ein wenig meinem Studium entsprechen. Nur das der Kunde diesmal nicht die höchstentwickelte Form von Leben auf der Erde ist. Das ist gar nicht schlecht – sogar eher gut.

Aber ich habe es noch nicht herausgefunden. Meine Interessen die mich zum Studium gebracht haben, haben sich noch mehr gefestigt und ich weiß wieder ein paar Dinge mehr die ich nicht tun oder machen sollte. Also wurden sie in gewisser Weise erfüllt. Und ich fühle mich jetzt sicherer wenn ich mich für einen Job bewerben will. Mit meinem Bachelor hatte ich nicht das Gefühl eine Berufsausbildung erreicht zu haben.

Ich habe in den letzten Jahren viele andere Möglichkeiten gesehen die ich hätte ergreifen können. Ich ärgere mich, das ich nicht ein Jahr ins Ausland bin nach der Schule oder ein soziales Jahr gemacht. Aber was wäre wenn mit der Vergangenheit zu spielen ist nicht sehr hilfreich. Sie ist geschehen und liegt hinter mir. Und machte den Menschen aus mir der ich heute bin – verbesserungswürdig, aber manchmal nicht schlecht.

Aber jetzt muss ich erstmal meine Masterbeit war.  Ein Hrarbeit schaffen. Manchmal überlege ich mir ob der Master der richtige Weandwerk hätte mir auch gut gestanden. Aber ich wollte Geld verdienen um später mal meinen Eltern zu unterstützen. Leider ist ein einfaches Handwerk heute viel zu wenig wert um solchen Träume nachzulaufen. Aber ich will meinen Eltern gerne ein Teil von dem zurückgeben könne, was sie mir ermöglicht haben. Und das geht nur mit dem Master. Aber wenn ich ihn habe….ich würde gerne ein Work-and-Travel-Jahr machen, und Neuseeland oder Kanada entdecken. Und danach entweder für PLAYMOBIL® arbeiten, oder die Erhaltung und Bereicherung der Lebensqualität für die Lebewesen auf der Welt die nicht für sich selbst sprechen können – Kinder und Tiere.